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Bericht – Erasmus+ für Azubis in Torquay 14.04 -04.05. 2019

Nun ist es schon einen Monat her, dass wir aus England zurückgeflogen sind. Vom 14. April 2019 bis zum 04. Mai 2019 waren wir, Franziska und Alina, mit 14 anderen Teilnehmern unserer Schule in England, um dort zu arbeiten und unsere Sprachkenntnisse zu verbessern. Der Aufenthalt fand im Rahmen des Erasmus+ Programms für Azubis statt.

Das Erasmus+ Programm ermöglicht TeilnehmerInnen, im Rahmen eines Mobilitätprojekts internationale Berufserfahrungen zu erwerben, da diese ein immer wichtigerer Teil des beruflichen Anforderungsprofil werden. Leider sind Auslandsaufenthalte nicht unbedingt kostengünstig, weshalb sich viele junge Menschen nicht dafür entscheiden. Um die Auslandsaufenthalte dennoch zu ermöglichen, werden EU-Zuschüsse für z.B. Reisekosten und Aufenthaltskosten ausgezahlt. Somit blieb nur ein kleiner Eigenanteil übrig, der bei den meisten von uns vom Betrieb übernommen wurde. Über das Programm wurden wir erstmals in der Berufsschule, den bbs1celle von Frau Behrendt und unseren anderen Englisch-Lehrerinnen informiert. Vielen von uns war gar nicht bekannt, dass man auch während der Ausbildung ein Praktikum im Ausland machen kann. In vielen Betrieben gehört Englisch häufig zur Tagesordnung. Daher hat uns diese Möglichkeit zum Verbessern unserer Sprachkenntnisse ziemlich angesprochen.

Für den Aufenthalt standen mehrere Standorte zur Auswahl, aber wir haben uns für Torquay, eine Hafenstadt in Südengland, entschieden. Ganz einfach, weil die Bilder auf Google und die Erfahrungsberichte von ehemaligen Erasmus - Azubis sehr vielversprechend klangen.

Nachdem wir uns verbindlich angemeldet hatten, haben wir angefangen, die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und an die Partnerorganisation KulturLife zu senden. Dazu gehörten z.B. ein englischer Lebenslauf und ein Motivation Letter. Da wir für alles Vorlagen erhalten hatten, war das Ausfüllen zwar etwas zeitaufwendig, aber trotzdem sehr einfach. Unter anderem war auch noch ein Sprachtest dabei. Dieser wurde jetzt nach unserem Aufenthalt wiederholt, um zu gucken, wie wir uns sprachlich verbessert haben. In unseren Bewerbungs-unterlagen konnten wir außerdem notieren, in welchem Bereich wir gerne arbeiten und mit wem wir in einer Gastfamilie wohnen möchten. Einige Teilnehmer aus unserer Gruppe haben zum Beispiel angegeben, dass sie gerne mit Kindern oder wie in Deutschland im Büro arbeiten wollen. Für uns war jedoch klar, dass wir in einem Café arbeiten wollen, da wir dort mit größter Wahrscheinlichkeit viel Englisch sprechen und viele Leute kennenlernen würden. Und so war es letztendlich auch.

Vor Ort war die Organisation The Training Partnership Ltd. unser Ansprechpartner. Von TTPL wurden unsere Gastfamilien und unsere Arbeitsplätze organisiert. Mit unseren Gastfamilien waren wir alle sehr zufrieden. Viele von uns haben direkt in Torquay gewohnt, andere einen Ort weiter in Paignton. Somit waren wir ziemlich zentral und konnten alles schnell und einfach erreichen. Unsere Arbeitsplätze waren durchweg auch sehr gut. Vereinzelt gab es mal Probleme, die TTPL aber sofort gelöst hat. Nachmittags und abends konnten wir uns mit den anderen Teilnehmern treffen und über unsere Erfahrungen austauschen. In der zweiten Woche ist Frau Behrendt auch nach Torquay geflogen und  hat jeden Teilnehmer unserer Gruppe mit einem Mitarbeiter von TTPL an seinem Arbeitsplatz besucht. Mit ihr haben wir außerdem einen Abend in einer Bar verbracht. Außerdem wurden von TTPL Aktionen geplant. So haben wir z.B. eine 450.000 Jahre alte Kalksteinhöhle besichtigt. Auch sonst bietet Torquay und Umgebung viele Möglichkeiten. Da wir über die Ostertage frei hatten, konnten wir diese Zeit nutzen, um die Gegend zu erkunden. Zum Glück hat das Wetter auch die ganze Zeit mitgespielt. Landschaftlich ist die Gegend um Torquay wirklich abwechslungsreich. Zum einen haben wir die typischen weiten Felder mit Schafen gesehen, die man aus Filmen kennt. Zum anderen wurden wir jedoch von den Küstenregionen überrascht. Die Region um Torquay hat nämlich eine wirklich schöne Küste mit vielen versteckten Buchten. Da wir von TTPL ein Busticket gestellt bekommen haben, konnten wir also flexibel umherfahren und so viel wie möglich erkunden. Sonst bietet Torquay nicht nur einen schönen Hafen oder ein schöne Küste. Es gab Möglichkeiten für Shopping, viele Cafés und Restaurants, weshalb die Stadt auch echt lebendig war.

Insgesamt waren es sehr schöne drei Wochen, aus denen wir viel mitnehmen konnten. Die Sprachfähigkeiten haben sich vielleicht nicht stark gebessert, aber das Selbstbewusstsein wurde definitiv gestärkt. Irgendwann fiel es einem so viel leichter, einfach auf Englisch zu antworten. Außerdem war es wirklich interessant, sich in ein neues Arbeitsumfeld in einer fremden Sprache einzufügen, dabei neue Tätigkeiten zu erlernen und neue Leute kennenzulernen.

Somit war es durchweg eine wirklich positive Erfahrung und ich spreche bestimmt für alle Teilnehmer unserer Gruppe, wenn ich sage, dass ich diese Möglichkeit, die uns die Berufsschule geboten hat, jedem wärmstens empfehlen kann.

Alina Neumann und Franziska Schröder

Wer weitere Eindrücke sehen möchte...

https://youtu.be/r9fTP6rPDQA